Wie bei allen anderen Sights zuvor, hieß es auch hier wieder anhalten, austeigen, kurz staunen, photos machen und wieder rein in unseren meist doch etwas wärmeren Jeep und dann weiter durch die Wüste..
Zu sehen gab es dann nochmal zwei oder drei Lagunen, deren Namen ich allerdings nicht mehr weiß. Es tummelten sich stehts wundebar anzusehende Flamingos, welche die große Attraktion für Touristen und auch einige professionell wirkende Photografen sind.


Nachmittags ging es dann ein gutes Stück gegen Nordosten zu den Salaren (natürliche Salzseen), wo wir im Hostal de Sal schlafen durften. Dieses Hostal besteht wie der Name bereits erahnen lässt tatsächlich fast zu hundert prozent aus Salz!
Selbst die Betten waren aus Salz, abgesehen von der Matraze und den Decken.. außerdem gab es das erste mal in bolivien eine Halbwegs warme Dusche. Für diesen Luxus durften wir allerdings auch extra löhnen. Angekommen in diesem Dorf (Name weiß ich nicht..) haben wir uns erst mal umgesehen und einen kleinen Fußballplatz mit spielenden Kindern entdeckt. Wir haben uns natürlich nicht nehmen lassen, mitzuspielen. Einer der kleinen hat uns dann sofort in Mannschaften eingeteilt (Bolivien gegen Argentinien) und dann ging es auch schon los! Nach fünf Minuten war mit absolut klar was es für Fußballteams heißen musste, Qualifikationsspiele in Quito zu absolvieren, ich konnte einfach nicht mehr, und dass, obwohl wir mittlerweile nur noch auf gut 3000m Höhe über dem Meer waren.
Die Kids haben nachdem leider Argentinien knapp gewonnen hatte, Garence entdeckt, welche als Kunststudentin die Szene zeichnerisch festhalten wollte. Die bolivianischen Jungs hatten dann doch tatsächlich mehr Spaß am Kritzeln als auf dem Platz zu stehen...eieie!
Nach einer relativ erholsamen aber dafür kurzen Nacht ging es um 4:30 los, um den Sonnenaufgang auf dem größten Salzsee der Welt (12000 km²!!!) zu bestaunen. Anschließend fuhren wir auf eine Insel, welche zur Inka Zeit als Zwischenstation bei Überquerungen des Salzsees verwendet wurden. Dort konnten wir auf einen kleinen Berg steigen und nochmals von oben das enorme Ausmaß dieses Salzmeers beobachten!


Zu guter letzt verbrachten wir die Zeit damit die große homogene Fläche für ein paar Spaßphotos auszunutzen!!
Nachmittags besuchten wir dann noch ein kleines indigenes Dorf, in welchem wir die dort herrschende Armut zu Gesicht bekommen haben. Ich habe bisher noch nicht viele Gegenden gesehen, in denen ich mir absolut nicht vorstellen könnte zu leben, diese gehört allerdings dazu. In erster Linie liegt das wohl einfach an den absolut lebensfeindlichen Bedingungen einer Wüste, alles trocken, verstaubt und dann auch noch total kalt in den Nächten! Dass die Entwicklung in solchen Gegenden nicht wirklich vorankommt, wundert mich auch immer weniger, man muss sich eher wundern wie es die Menschen schafften und schaffen dort überhaupt zu überleben! Einmal im Jahr gibt es Regen, so dass ein Teil des Landes bewirtschaftet werden kann. Es wird eine Art Reis angebaut, welche für Suppe, Brot, Süßigkeiten und sonstiges verwendet werden kann. Vom Pflügen bis zur Ernte erfolgt alles in reiner Handarbeit, es gibt nicht mal Ochsen!! Die alten Frauen des Dorfes marschieren wohl deshalb mit einer mehr al 90° gebückten Haltung durch die Gegend.
In der etwas größeren Stadt Uyuni gab es etwas mehr leben, allerdings wohl in erster Linie aufgrund der förmlichen Touristenschwämme in der Stadt. Wir nutzten die Zeit, um ein kaltes Bier zu trinken und ein paar der schönen bolivianischen Mützen zu kaufen!
Dann sollte es auch schon zurück ins Hochentwicklungsland Chile gehen (Der Unterschied ist wirklich derart groß, größer als zuvor gedacht!). Dazu hatten wir allerdings 8 Stunden im Jeep vor uns. Da es schon am dämmern war, blieben wir noch eine NAcht in Bolivien.
Für die Fahrt wechselten wir die Jeeps und die Fahrer und teilten die beiden Jeeps mit drei Franzosen. Nach drei Stunden fahrt erreichten wir unser Hostal, dass heißt die drei Franzosen, Carleigh Ralf und Ich. Die anderen kamen auch nach einer halben Stunde des Wartens nicht an. Schließlich meinte dann unser Fahrer, er würde versuchen die anderen zu finden! Bei absoluter Dunkelheit brach er auf in die Wüste. Uns war zu dieser Zeit absolut nicht mehr wohl, wie man sich denken kann. Nach einer weiteren halben Stunde kam er mit der Nachricht zurück, die anderen seien in einem anderen Hostal. Obwohl es uns sehr seltsam vorkam, in dieser verlassen Gegend zwei Hostals vorzufinden, glaubten wir ihm schließlich, machen konnten wir ja sowieso nichts...
Zusammen trafen wir dann erst am nächsten Tag wieder an der Chilenischen Grenze, wo wir alle froh waren, den Trip, wirklich ans gefühlte Ende der Welt unversehrt überstanden zu haben!!







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