Dienstag, 23. September 2008

To the middle of nowhere part 1

Hallo zusammen, dass ich so lange nichts mehr von mir hören lassen habe liegt nicht an meiner Faulheit sondern daran, dass ich eine Woche in der Wüste im Norden Chile und Bolivien verbracht habe.

Los ging der Trip vergangenen Montag zusammen mit Anna, Ralf (zwei deutschen) und Mauricio (Mexikaner) nach einer äußerst langen und anstrengenden Planungsphase. Wir sollten in San Pedro (Nordchile) noch mit Patrick (Australien), Carleigh, Annna (USA) sowie Garance aus Paris zusammen treffen. Da alle zu verschiedenen Zeiten von Santiago aufbrachen war die Koordination von wegen an welchen Tag welche Aktion, wie bezahlen etc äußerst kompliziert. Schließlich haben wir es jedoch doch geschafft und uns auf einen gemeinsamen Bolivien Trip von vier Tagen geeinigt. Die restliche verschiedene Zeit sollte jeder auf seine eigene Art nutzen...

So starteten wir voller Motivation um 22:00 in Santiago um dann gegen 22:00 des !!nächsten Tages!! in San Pedro anzukommen. Dort gab es dann noch ein kleines Abendessen, ehe wir die anderen in unserem Schlafgemach antrafen (Zimmer ohne Betten). Am nächsten Tag gings dann auch schon sehr früh los, die Sachen packen, Literweise Wasser kaufen und rein in einen Cheep, mit welchem uns unser Guide die schönsten Plätze der bolivianischen Wüste zeigen sollte.

Die ersten kleineren Probleme hatten wir dann bei der Einreise in Bolivien. Wie ihr wohl mitbekommen habt, sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Bolivien und den USA derzeit nicht die besten, so dass die Bolivianer unsere beiden Amis nicht einreisen lassen wollten. Auch diese wollten einen bolivianischen Stempel in ihrem Pass vermeiden.. schließlich konnte man sich dann aber dann auf umgerechnet knapp 50 US$ einigen und die beiden durften Stempellos einreißen.




Bereits kurz nach der Grenze erreichten wir unsere erste unglaublich schöne Station, einen kleinen See mit einem vorgelagerten Thermalbad. Bei Temperaturen von ca 5°C tat das wohlig warme Bad außerordentlich gut und hat uns für die nächsten Stunden einiges an Energie mit auf den Weg gegeben. Zudem hatten wir uns seit Santiago auch nicht mehr geduscht..



Anschließend gabs wirklich Naturspektakel im Minutentakt. Drei Laguenen mit je verschiedenen Farben. Angefangen mit einer weißen (Laguna Blanca), dessen Farbe von auf dem Grund lagernden Mineralien kommt



dann einer türkis grünen (Laguna Verde)





zu einer roten farbenwechselnden Laguna (Laguna Colorado). Der Rotton rührt von im See lebendem Plankton her.





Letztere steht übrigens auch zur Wahl ein neues Weltwunder zu werden, wofür man auch im Internet abstimmen kann. Die Bolivianer sind darauf sehr stolz und dies wurde uns beim Eintritt in den Nationalpark in welchem sich all diese Naturspektakel befinden mehrmals erzählt, sowie auch, dass der Eintrittspreis wohl ab nächstem Jahr aufgrund des stark gestiegenen Touristenandrangs vervielfacht werden soll.



Zu guter letzt durften wir noch so genannte Geysers besuchen. Dies sind thermisch aktive Bereich in den Bergen, welche etwas schwefelartiges warmes Gas in die Luft blasen sowie blubbernde Pfützen haben.





Durch ständiges Staunen, Photographieren und Action ist uns ziemlich lange nicht aufgefallen, dass wir zwischenzeitlich auf eine Höhe von 5000m gefahren und die Luft ziemlich dünn und kalt geworden ist. Eine gewisse Höhenkrankheit ereilte die meisten unter uns schließlich spätesten nach Ankunft an unserem erstem !Hostal! in Bolivien. Ich hatte einen derartigen Brummschädel gegen den weder Aspirin noch der bolivianische Kokatee abhilfe schaffen konnte. Im Bett liegend kam dann auch noch etwas Herzrasen und eine Temperatur von ungelogenen -20 °C innnerhalb des Hostals hinzu, so dass mit Schlafen nicht viel war diese Nacht. Den meisten anderen erging es dieser Nacht ähnlich. Die beiden Annas waren wohl zuvor schon etwas erkältet und hatte mit Atemnot zu kämpfen. Eine fing mitten in der Nacht plötzlich auch einige Minuten zu hyperventilieren an. Nur dem Energiebündel Carleigh konnte die Höhe und Kält absolut nichts anhaben und wir Männer mussten uns einige Sprüche anhören, als wir nicht mit ihr den mitgeschleppten Pisco trinken wollten...

Am nächsten morgen waren wir alle etwas geschlaucht und sehr froh, uns im Jeep etwas wärmen zu können und das durchgefrorene Hostal verlassen zu können.



Wie die Reise weitergehen sollte, schreibe ich dann morgen, da ich immer noch etwas erschöpft von der Reise bin und für die Uni auch etwas nacharbeiten muss... es gibt auf jeden Fall noch vieles zu berichten und viele weitere Photos!

Gute Nacht und bis morgen!

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