So, jetzt wirds Zeit, dass ich meinen kleinen Reisebericht von letzter Woche mal zu Ende schreibe. Denn nach unserem Ausflug über die Grenze hatten wir noch eineinhalb Tage in San Pedro, welche wir auch noch ordentlich nutzten. Zunächst einmal mussten wir die Grenze zurück nach Chile überqueren, was sich als deutlich schwieriger als in die andere Richtung rausstellte. Alle unsere Rucksäcke wurden durchsucht, da anscheinend eine Lebensmittelseuche im Umlauf ist. Nach 2 Stunden war allerdings auch diese Pozedere und wir durften zurück in unsere Herberge in San Pedro.
Dort hatten wir bereits Sandboard und Fahrräder reserviert und machten uns auch gleich auf den Weg. Nach dem vielem Sitzen in Bussen und im Jeep war etwas Sport genau das richtige für uns. Ca eine Stunde fuhren wir, die Sandbords auf den Rücken geschnallt bei nun +30°C in ein kleines Gebirge. Angekommen, hieß es erst einmal aufsteigen auf die Sanddünen, ehe sich zeigte, dass sich die Mühen nich wirklich gelohnt haben... man kam mit den Sanboards trotz ordentlichem wachseln nicht vom Fleck! Nichts desto trotz hatten wir auch beim runter purzeln über die Sanddünen viel Spaß und konnten eine ziemlich schöne Aussicht genießen! (Die Photos sind aus dem Facebook, da ich meine Camera nicht mit hatte, wenn ich sie unkomprimiert habe, tausche ich sie mal aus. Dachte, sie seien zumindest etwas besser...)
Anschließend mussten wir uns von Carleigh, Anna und Mauricio verabschieden, welche bereits Sonntags wieder nach Santiago aufbrachen. Wir verbleibenden sind noch am selben Abend mit einer Tour zu einer Astronomieführung zu einem kleinen Observatorium gefahren. Dort wurde uns von zwei französischen Wissenschaftlern erklärt, wie die Erde entsteht und warum Paris die Mitter der Welt ist.. außerdem durften wir noch den Saturn durch ein Observatorium photographieren, was sogar mit meiner DigiCam erstaunlich gut gelang.
Danach fielen wir in unsere Schlafsäcke (Betten hatten wir aus finanziellen Gründen keine..:-) und haben am nächsten morgen erstmal etwas ausgeschlafen und dann in aller Ruhe gefrühstückt. Wieder mit vollen Kräften ging es wieder auf unsere Räder, diesmal um zu einem Salzsee ca. 25 km weg zu fahren. Nach 10 km, irgendwo im Niemansland hatte plötzlich Anna eine Reifenpanne und wir in weiser vorraussicht keinen Reperaturkit mit dabei. Da wirklich weit und breit kein Haus zu sehen war, habe wir uns gesplittet. Patrick und Ich sind voraus gefahren, in der Hoffnung an dem Salzsee jemanden mit einem Jeep zu finden, der Anna mitsamt Fahrrad befördern könnte. Knapp eine anstrengende Stunde später mussten wir ernüchternd feststellen, dass an dem Salzsee außer einem Kassier niemand war (dieser war mit einem Motorrad unterwegs). Zu unserem großen Glück kame die anderen drei allerdings bereits ein paar Minuten nach unseren vergeblichen Überlegungen was zu tun auf der Ladefläche eines Jeeps angefahren, der sie unterwegs aufgegabelt hatte!!
Der See war dann noch ein wahrlich krönender Abschluss der ganzen Tour. Zunächst war der Schweinehund recht groß beim hineingehen, da er See wirklich schweinekalt war (geschätzte 10°C). Als wir es dann aber geschafft haben, war es ein unglaubliches Gefühl, welches wir erleben durften, sich einfach ohne Bewegung ins Wasser legen und oben auf zu schwimmen!! Und das verrückteste, sobald man die Beine nach unten gestreckt hat, war es total warm, ja sogar wirklich heiß aufgrund einer thermischen Aktivität. Wie diese System thermodynamisch funktioniert werde ich auf jeden Fall bei Zeiten noch studieren, wirklich unglaublich!!
Nach diesem kurzem Spaß ging es dann wieder zurück. Anna konnte bei anderen Touristen mitfahren, das Fahrrad durften wir restlichen abwechselnd mti einer Hand mitfahren. Die 25 km durch den Sand waren dann noch die letzte Anstrengung (Wir hatten auch noch Wasserknappheit, da Patrick angefangen hatte sich mit unserem Trinkwasser das Salz vom Körper zu waschen..) bevor wir uns eine Dusche, ein vernünftiges Essen und ein Bier vor der Abreise gönnen konnten!! (DAs T-Shirt um meinen Kopf war ernsthaft ein Sonnenschutz!)
Ja und nun bin ich schon wieder eine Woche im Alltag in Santiago. Im Moment wollte ich eigentlich an meiner Semesterarbeit schreiben, habe aber nun doch lieber erst mal den Blog hier fertig gemacht.. irgendwie gibts immer wichtigeres zu tun. Gestern gabs noch eine nette kleine Hausparty, jedoch auf der andern Seite der Stadt. Da ich mir kein Taxi leisten wollte, habe ich zum ersten mal das Nachtbus System in Santiago ausbrobiert! Nach einer Stunde mit zwei mal umsteigen bin ich dann tatsächlich auch in meiner Wohnung angekommen! Ansonsten ist wie gesagt wieder alltag, meine erste Klausur habe ich bestanden (knapp) und nächste Woche habe ich nochmals einen kleinen Test! Die nächste Reise ist auch schon in Planung... Argentinien steht als nächstes auf dem Programm.... aber wohl erst in ein paar Wochen!
Samstag, 27. September 2008
Mittwoch, 24. September 2008
Zurück nach Chile, zurück ins Leben!
Gestärkt von einem Frühstück mit warmen Getränken sowie Aspirin steigen wir am nächsten Tag wieder in den Jeep, in erster Linie mit dem Ziel wieder etwas an Höhe zu verlieren. Wirklich viel nach unten ging es dann allerdings nicht, doch bei 4000m fühlte ich mich schon wieder erstaunlich fit und ich konnte als erste Sehenswürdigkeit einige kuriose Gesteinsformationen bewundern.
Wie bei allen anderen Sights zuvor, hieß es auch hier wieder anhalten, austeigen, kurz staunen, photos machen und wieder rein in unseren meist doch etwas wärmeren Jeep und dann weiter durch die Wüste..
Zu sehen gab es dann nochmal zwei oder drei Lagunen, deren Namen ich allerdings nicht mehr weiß. Es tummelten sich stehts wundebar anzusehende Flamingos, welche die große Attraktion für Touristen und auch einige professionell wirkende Photografen sind.


Nachmittags ging es dann ein gutes Stück gegen Nordosten zu den Salaren (natürliche Salzseen), wo wir im Hostal de Sal schlafen durften. Dieses Hostal besteht wie der Name bereits erahnen lässt tatsächlich fast zu hundert prozent aus Salz!
Selbst die Betten waren aus Salz, abgesehen von der Matraze und den Decken.. außerdem gab es das erste mal in bolivien eine Halbwegs warme Dusche. Für diesen Luxus durften wir allerdings auch extra löhnen. Angekommen in diesem Dorf (Name weiß ich nicht..) haben wir uns erst mal umgesehen und einen kleinen Fußballplatz mit spielenden Kindern entdeckt. Wir haben uns natürlich nicht nehmen lassen, mitzuspielen. Einer der kleinen hat uns dann sofort in Mannschaften eingeteilt (Bolivien gegen Argentinien) und dann ging es auch schon los! Nach fünf Minuten war mit absolut klar was es für Fußballteams heißen musste, Qualifikationsspiele in Quito zu absolvieren, ich konnte einfach nicht mehr, und dass, obwohl wir mittlerweile nur noch auf gut 3000m Höhe über dem Meer waren.
Die Kids haben nachdem leider Argentinien knapp gewonnen hatte, Garence entdeckt, welche als Kunststudentin die Szene zeichnerisch festhalten wollte. Die bolivianischen Jungs hatten dann doch tatsächlich mehr Spaß am Kritzeln als auf dem Platz zu stehen...eieie!
Nach einer relativ erholsamen aber dafür kurzen Nacht ging es um 4:30 los, um den Sonnenaufgang auf dem größten Salzsee der Welt (12000 km²!!!) zu bestaunen. Anschließend fuhren wir auf eine Insel, welche zur Inka Zeit als Zwischenstation bei Überquerungen des Salzsees verwendet wurden. Dort konnten wir auf einen kleinen Berg steigen und nochmals von oben das enorme Ausmaß dieses Salzmeers beobachten!

Zu guter letzt verbrachten wir die Zeit damit die große homogene Fläche für ein paar Spaßphotos auszunutzen!!
Nachmittags besuchten wir dann noch ein kleines indigenes Dorf, in welchem wir die dort herrschende Armut zu Gesicht bekommen haben. Ich habe bisher noch nicht viele Gegenden gesehen, in denen ich mir absolut nicht vorstellen könnte zu leben, diese gehört allerdings dazu. In erster Linie liegt das wohl einfach an den absolut lebensfeindlichen Bedingungen einer Wüste, alles trocken, verstaubt und dann auch noch total kalt in den Nächten! Dass die Entwicklung in solchen Gegenden nicht wirklich vorankommt, wundert mich auch immer weniger, man muss sich eher wundern wie es die Menschen schafften und schaffen dort überhaupt zu überleben! Einmal im Jahr gibt es Regen, so dass ein Teil des Landes bewirtschaftet werden kann. Es wird eine Art Reis angebaut, welche für Suppe, Brot, Süßigkeiten und sonstiges verwendet werden kann. Vom Pflügen bis zur Ernte erfolgt alles in reiner Handarbeit, es gibt nicht mal Ochsen!! Die alten Frauen des Dorfes marschieren wohl deshalb mit einer mehr al 90° gebückten Haltung durch die Gegend.
In der etwas größeren Stadt Uyuni gab es etwas mehr leben, allerdings wohl in erster Linie aufgrund der förmlichen Touristenschwämme in der Stadt. Wir nutzten die Zeit, um ein kaltes Bier zu trinken und ein paar der schönen bolivianischen Mützen zu kaufen!
Dann sollte es auch schon zurück ins Hochentwicklungsland Chile gehen (Der Unterschied ist wirklich derart groß, größer als zuvor gedacht!). Dazu hatten wir allerdings 8 Stunden im Jeep vor uns. Da es schon am dämmern war, blieben wir noch eine NAcht in Bolivien.
Für die Fahrt wechselten wir die Jeeps und die Fahrer und teilten die beiden Jeeps mit drei Franzosen. Nach drei Stunden fahrt erreichten wir unser Hostal, dass heißt die drei Franzosen, Carleigh Ralf und Ich. Die anderen kamen auch nach einer halben Stunde des Wartens nicht an. Schließlich meinte dann unser Fahrer, er würde versuchen die anderen zu finden! Bei absoluter Dunkelheit brach er auf in die Wüste. Uns war zu dieser Zeit absolut nicht mehr wohl, wie man sich denken kann. Nach einer weiteren halben Stunde kam er mit der Nachricht zurück, die anderen seien in einem anderen Hostal. Obwohl es uns sehr seltsam vorkam, in dieser verlassen Gegend zwei Hostals vorzufinden, glaubten wir ihm schließlich, machen konnten wir ja sowieso nichts...
Zusammen trafen wir dann erst am nächsten Tag wieder an der Chilenischen Grenze, wo wir alle froh waren, den Trip, wirklich ans gefühlte Ende der Welt unversehrt überstanden zu haben!!
Wie bei allen anderen Sights zuvor, hieß es auch hier wieder anhalten, austeigen, kurz staunen, photos machen und wieder rein in unseren meist doch etwas wärmeren Jeep und dann weiter durch die Wüste..
Zu sehen gab es dann nochmal zwei oder drei Lagunen, deren Namen ich allerdings nicht mehr weiß. Es tummelten sich stehts wundebar anzusehende Flamingos, welche die große Attraktion für Touristen und auch einige professionell wirkende Photografen sind.


Nachmittags ging es dann ein gutes Stück gegen Nordosten zu den Salaren (natürliche Salzseen), wo wir im Hostal de Sal schlafen durften. Dieses Hostal besteht wie der Name bereits erahnen lässt tatsächlich fast zu hundert prozent aus Salz!
Selbst die Betten waren aus Salz, abgesehen von der Matraze und den Decken.. außerdem gab es das erste mal in bolivien eine Halbwegs warme Dusche. Für diesen Luxus durften wir allerdings auch extra löhnen. Angekommen in diesem Dorf (Name weiß ich nicht..) haben wir uns erst mal umgesehen und einen kleinen Fußballplatz mit spielenden Kindern entdeckt. Wir haben uns natürlich nicht nehmen lassen, mitzuspielen. Einer der kleinen hat uns dann sofort in Mannschaften eingeteilt (Bolivien gegen Argentinien) und dann ging es auch schon los! Nach fünf Minuten war mit absolut klar was es für Fußballteams heißen musste, Qualifikationsspiele in Quito zu absolvieren, ich konnte einfach nicht mehr, und dass, obwohl wir mittlerweile nur noch auf gut 3000m Höhe über dem Meer waren.
Die Kids haben nachdem leider Argentinien knapp gewonnen hatte, Garence entdeckt, welche als Kunststudentin die Szene zeichnerisch festhalten wollte. Die bolivianischen Jungs hatten dann doch tatsächlich mehr Spaß am Kritzeln als auf dem Platz zu stehen...eieie!
Nach einer relativ erholsamen aber dafür kurzen Nacht ging es um 4:30 los, um den Sonnenaufgang auf dem größten Salzsee der Welt (12000 km²!!!) zu bestaunen. Anschließend fuhren wir auf eine Insel, welche zur Inka Zeit als Zwischenstation bei Überquerungen des Salzsees verwendet wurden. Dort konnten wir auf einen kleinen Berg steigen und nochmals von oben das enorme Ausmaß dieses Salzmeers beobachten!


Zu guter letzt verbrachten wir die Zeit damit die große homogene Fläche für ein paar Spaßphotos auszunutzen!!
Nachmittags besuchten wir dann noch ein kleines indigenes Dorf, in welchem wir die dort herrschende Armut zu Gesicht bekommen haben. Ich habe bisher noch nicht viele Gegenden gesehen, in denen ich mir absolut nicht vorstellen könnte zu leben, diese gehört allerdings dazu. In erster Linie liegt das wohl einfach an den absolut lebensfeindlichen Bedingungen einer Wüste, alles trocken, verstaubt und dann auch noch total kalt in den Nächten! Dass die Entwicklung in solchen Gegenden nicht wirklich vorankommt, wundert mich auch immer weniger, man muss sich eher wundern wie es die Menschen schafften und schaffen dort überhaupt zu überleben! Einmal im Jahr gibt es Regen, so dass ein Teil des Landes bewirtschaftet werden kann. Es wird eine Art Reis angebaut, welche für Suppe, Brot, Süßigkeiten und sonstiges verwendet werden kann. Vom Pflügen bis zur Ernte erfolgt alles in reiner Handarbeit, es gibt nicht mal Ochsen!! Die alten Frauen des Dorfes marschieren wohl deshalb mit einer mehr al 90° gebückten Haltung durch die Gegend.
In der etwas größeren Stadt Uyuni gab es etwas mehr leben, allerdings wohl in erster Linie aufgrund der förmlichen Touristenschwämme in der Stadt. Wir nutzten die Zeit, um ein kaltes Bier zu trinken und ein paar der schönen bolivianischen Mützen zu kaufen!
Dann sollte es auch schon zurück ins Hochentwicklungsland Chile gehen (Der Unterschied ist wirklich derart groß, größer als zuvor gedacht!). Dazu hatten wir allerdings 8 Stunden im Jeep vor uns. Da es schon am dämmern war, blieben wir noch eine NAcht in Bolivien.
Für die Fahrt wechselten wir die Jeeps und die Fahrer und teilten die beiden Jeeps mit drei Franzosen. Nach drei Stunden fahrt erreichten wir unser Hostal, dass heißt die drei Franzosen, Carleigh Ralf und Ich. Die anderen kamen auch nach einer halben Stunde des Wartens nicht an. Schließlich meinte dann unser Fahrer, er würde versuchen die anderen zu finden! Bei absoluter Dunkelheit brach er auf in die Wüste. Uns war zu dieser Zeit absolut nicht mehr wohl, wie man sich denken kann. Nach einer weiteren halben Stunde kam er mit der Nachricht zurück, die anderen seien in einem anderen Hostal. Obwohl es uns sehr seltsam vorkam, in dieser verlassen Gegend zwei Hostals vorzufinden, glaubten wir ihm schließlich, machen konnten wir ja sowieso nichts...
Zusammen trafen wir dann erst am nächsten Tag wieder an der Chilenischen Grenze, wo wir alle froh waren, den Trip, wirklich ans gefühlte Ende der Welt unversehrt überstanden zu haben!!
Dienstag, 23. September 2008
To the middle of nowhere part 1
Hallo zusammen, dass ich so lange nichts mehr von mir hören lassen habe liegt nicht an meiner Faulheit sondern daran, dass ich eine Woche in der Wüste im Norden Chile und Bolivien verbracht habe.
Los ging der Trip vergangenen Montag zusammen mit Anna, Ralf (zwei deutschen) und Mauricio (Mexikaner) nach einer äußerst langen und anstrengenden Planungsphase. Wir sollten in San Pedro (Nordchile) noch mit Patrick (Australien), Carleigh, Annna (USA) sowie Garance aus Paris zusammen treffen. Da alle zu verschiedenen Zeiten von Santiago aufbrachen war die Koordination von wegen an welchen Tag welche Aktion, wie bezahlen etc äußerst kompliziert. Schließlich haben wir es jedoch doch geschafft und uns auf einen gemeinsamen Bolivien Trip von vier Tagen geeinigt. Die restliche verschiedene Zeit sollte jeder auf seine eigene Art nutzen...
So starteten wir voller Motivation um 22:00 in Santiago um dann gegen 22:00 des !!nächsten Tages!! in San Pedro anzukommen. Dort gab es dann noch ein kleines Abendessen, ehe wir die anderen in unserem Schlafgemach antrafen (Zimmer ohne Betten). Am nächsten Tag gings dann auch schon sehr früh los, die Sachen packen, Literweise Wasser kaufen und rein in einen Cheep, mit welchem uns unser Guide die schönsten Plätze der bolivianischen Wüste zeigen sollte.
Die ersten kleineren Probleme hatten wir dann bei der Einreise in Bolivien. Wie ihr wohl mitbekommen habt, sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Bolivien und den USA derzeit nicht die besten, so dass die Bolivianer unsere beiden Amis nicht einreisen lassen wollten. Auch diese wollten einen bolivianischen Stempel in ihrem Pass vermeiden.. schließlich konnte man sich dann aber dann auf umgerechnet knapp 50 US$ einigen und die beiden durften Stempellos einreißen.
Bereits kurz nach der Grenze erreichten wir unsere erste unglaublich schöne Station, einen kleinen See mit einem vorgelagerten Thermalbad. Bei Temperaturen von ca 5°C tat das wohlig warme Bad außerordentlich gut und hat uns für die nächsten Stunden einiges an Energie mit auf den Weg gegeben. Zudem hatten wir uns seit Santiago auch nicht mehr geduscht..
Anschließend gabs wirklich Naturspektakel im Minutentakt. Drei Laguenen mit je verschiedenen Farben. Angefangen mit einer weißen (Laguna Blanca), dessen Farbe von auf dem Grund lagernden Mineralien kommt
dann einer türkis grünen (Laguna Verde)
zu einer roten farbenwechselnden Laguna (Laguna Colorado). Der Rotton rührt von im See lebendem Plankton her.
Letztere steht übrigens auch zur Wahl ein neues Weltwunder zu werden, wofür man auch im Internet abstimmen kann. Die Bolivianer sind darauf sehr stolz und dies wurde uns beim Eintritt in den Nationalpark in welchem sich all diese Naturspektakel befinden mehrmals erzählt, sowie auch, dass der Eintrittspreis wohl ab nächstem Jahr aufgrund des stark gestiegenen Touristenandrangs vervielfacht werden soll.
Zu guter letzt durften wir noch so genannte Geysers besuchen. Dies sind thermisch aktive Bereich in den Bergen, welche etwas schwefelartiges warmes Gas in die Luft blasen sowie blubbernde Pfützen haben.
Durch ständiges Staunen, Photographieren und Action ist uns ziemlich lange nicht aufgefallen, dass wir zwischenzeitlich auf eine Höhe von 5000m gefahren und die Luft ziemlich dünn und kalt geworden ist. Eine gewisse Höhenkrankheit ereilte die meisten unter uns schließlich spätesten nach Ankunft an unserem erstem !Hostal! in Bolivien. Ich hatte einen derartigen Brummschädel gegen den weder Aspirin noch der bolivianische Kokatee abhilfe schaffen konnte. Im Bett liegend kam dann auch noch etwas Herzrasen und eine Temperatur von ungelogenen -20 °C innnerhalb des Hostals hinzu, so dass mit Schlafen nicht viel war diese Nacht. Den meisten anderen erging es dieser Nacht ähnlich. Die beiden Annas waren wohl zuvor schon etwas erkältet und hatte mit Atemnot zu kämpfen. Eine fing mitten in der Nacht plötzlich auch einige Minuten zu hyperventilieren an. Nur dem Energiebündel Carleigh konnte die Höhe und Kält absolut nichts anhaben und wir Männer mussten uns einige Sprüche anhören, als wir nicht mit ihr den mitgeschleppten Pisco trinken wollten...
Am nächsten morgen waren wir alle etwas geschlaucht und sehr froh, uns im Jeep etwas wärmen zu können und das durchgefrorene Hostal verlassen zu können.
Wie die Reise weitergehen sollte, schreibe ich dann morgen, da ich immer noch etwas erschöpft von der Reise bin und für die Uni auch etwas nacharbeiten muss... es gibt auf jeden Fall noch vieles zu berichten und viele weitere Photos!
Gute Nacht und bis morgen!
Los ging der Trip vergangenen Montag zusammen mit Anna, Ralf (zwei deutschen) und Mauricio (Mexikaner) nach einer äußerst langen und anstrengenden Planungsphase. Wir sollten in San Pedro (Nordchile) noch mit Patrick (Australien), Carleigh, Annna (USA) sowie Garance aus Paris zusammen treffen. Da alle zu verschiedenen Zeiten von Santiago aufbrachen war die Koordination von wegen an welchen Tag welche Aktion, wie bezahlen etc äußerst kompliziert. Schließlich haben wir es jedoch doch geschafft und uns auf einen gemeinsamen Bolivien Trip von vier Tagen geeinigt. Die restliche verschiedene Zeit sollte jeder auf seine eigene Art nutzen...
So starteten wir voller Motivation um 22:00 in Santiago um dann gegen 22:00 des !!nächsten Tages!! in San Pedro anzukommen. Dort gab es dann noch ein kleines Abendessen, ehe wir die anderen in unserem Schlafgemach antrafen (Zimmer ohne Betten). Am nächsten Tag gings dann auch schon sehr früh los, die Sachen packen, Literweise Wasser kaufen und rein in einen Cheep, mit welchem uns unser Guide die schönsten Plätze der bolivianischen Wüste zeigen sollte.
Die ersten kleineren Probleme hatten wir dann bei der Einreise in Bolivien. Wie ihr wohl mitbekommen habt, sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Bolivien und den USA derzeit nicht die besten, so dass die Bolivianer unsere beiden Amis nicht einreisen lassen wollten. Auch diese wollten einen bolivianischen Stempel in ihrem Pass vermeiden.. schließlich konnte man sich dann aber dann auf umgerechnet knapp 50 US$ einigen und die beiden durften Stempellos einreißen.
Bereits kurz nach der Grenze erreichten wir unsere erste unglaublich schöne Station, einen kleinen See mit einem vorgelagerten Thermalbad. Bei Temperaturen von ca 5°C tat das wohlig warme Bad außerordentlich gut und hat uns für die nächsten Stunden einiges an Energie mit auf den Weg gegeben. Zudem hatten wir uns seit Santiago auch nicht mehr geduscht..
Anschließend gabs wirklich Naturspektakel im Minutentakt. Drei Laguenen mit je verschiedenen Farben. Angefangen mit einer weißen (Laguna Blanca), dessen Farbe von auf dem Grund lagernden Mineralien kommt
dann einer türkis grünen (Laguna Verde)
zu einer roten farbenwechselnden Laguna (Laguna Colorado). Der Rotton rührt von im See lebendem Plankton her.
Letztere steht übrigens auch zur Wahl ein neues Weltwunder zu werden, wofür man auch im Internet abstimmen kann. Die Bolivianer sind darauf sehr stolz und dies wurde uns beim Eintritt in den Nationalpark in welchem sich all diese Naturspektakel befinden mehrmals erzählt, sowie auch, dass der Eintrittspreis wohl ab nächstem Jahr aufgrund des stark gestiegenen Touristenandrangs vervielfacht werden soll.
Zu guter letzt durften wir noch so genannte Geysers besuchen. Dies sind thermisch aktive Bereich in den Bergen, welche etwas schwefelartiges warmes Gas in die Luft blasen sowie blubbernde Pfützen haben.
Durch ständiges Staunen, Photographieren und Action ist uns ziemlich lange nicht aufgefallen, dass wir zwischenzeitlich auf eine Höhe von 5000m gefahren und die Luft ziemlich dünn und kalt geworden ist. Eine gewisse Höhenkrankheit ereilte die meisten unter uns schließlich spätesten nach Ankunft an unserem erstem !Hostal! in Bolivien. Ich hatte einen derartigen Brummschädel gegen den weder Aspirin noch der bolivianische Kokatee abhilfe schaffen konnte. Im Bett liegend kam dann auch noch etwas Herzrasen und eine Temperatur von ungelogenen -20 °C innnerhalb des Hostals hinzu, so dass mit Schlafen nicht viel war diese Nacht. Den meisten anderen erging es dieser Nacht ähnlich. Die beiden Annas waren wohl zuvor schon etwas erkältet und hatte mit Atemnot zu kämpfen. Eine fing mitten in der Nacht plötzlich auch einige Minuten zu hyperventilieren an. Nur dem Energiebündel Carleigh konnte die Höhe und Kält absolut nichts anhaben und wir Männer mussten uns einige Sprüche anhören, als wir nicht mit ihr den mitgeschleppten Pisco trinken wollten...
Wie die Reise weitergehen sollte, schreibe ich dann morgen, da ich immer noch etwas erschöpft von der Reise bin und für die Uni auch etwas nacharbeiten muss... es gibt auf jeden Fall noch vieles zu berichten und viele weitere Photos!
Gute Nacht und bis morgen!
Mittwoch, 10. September 2008
"Chi Chi Chi- Le Le Le, Viva Chile"
Diese Woche in Santiago stand in erster Linie im Zeichen des Fußballs. Es geht um die Qualifikation zur WM 2010. Leider habe ich es verschlafen mir Karten für die Spiele zu besorgen, da diese nach wenigen Stunden ausverkauft waren. Dies ärgert mich echt ziemlich, da es wirklich nicht teuer gewesen wäre, aber gut, es gibt schlimmeres..
Am Montag war Brasilien zu Gast in Santiago, zusammen mit einem Brasilianer und ausgestattet mit einer großen Chile Fahne bin ich losgezogen, um auf der Calle Ahumeda, der großen Fußgängerzone vergeblich ein Public Viewing zu suchen. Da es dieses überraschender Weise nicht gab, haben wir uns mit einer Bar abgefunden. Die Stimmung war echt prächtig, es ist auch ziemlich viel Alkohol geflossen (die Chilenen..), so dass selbst nach dem 3:0 für Brasilien noch Feierstimmung war!
Am Montag war Brasilien zu Gast in Santiago, zusammen mit einem Brasilianer und ausgestattet mit einer großen Chile Fahne bin ich losgezogen, um auf der Calle Ahumeda, der großen Fußgängerzone vergeblich ein Public Viewing zu suchen. Da es dieses überraschender Weise nicht gab, haben wir uns mit einer Bar abgefunden. Die Stimmung war echt prächtig, es ist auch ziemlich viel Alkohol geflossen (die Chilenen..), so dass selbst nach dem 3:0 für Brasilien noch Feierstimmung war!
Heute gings dann weiter mit dem Spiel gegen Kolumbien. Und dieses mal hats geklappt, 4:0 für Chile und großer Trubel in der Stadt. Komme gerade vom Plaza Italia, auf welchem Festlichkeiten und Demonstrationen stattfinden. Hab den Feierlichkeiten jedoch den Rücken gekehrt, da ich mir eine klein Erkältung eingefangen habe die letzten Tage und mich nun ordentlich auskurieren muss, ehe es nächste Woche in den Urlaub geht! Für eine Woche werde ich in die warme Atacama Wüste fahren und evtl auch einen kleinen Abstecher nach Bolivien machen, wenn es der Zeitplan erlaubt! Das wird ein 24h Bustrip (einfach!), wobei es wohl auf der Fahrt schon ziemlich viel zu sehen geben wird, kann es gar nicht mehr erwarten, bis es endlich losgeht, die Abenteuer Lust ist nach zwei Wochen nur in der Stadt schon wieder recht groß.
Letztes Wochenende habe ich nämlich keinen Ausflug raus aus der Stadt gemacht, sondern nur etwas Sightseeing in der city. Am Samstag war ich nach einer anstrengenden Festlichkeit (Fiesta de vuelta del mundo) mit ein paar deutschen zuerst in einer Art Schloss und dann auf dem Fischmarkt zum Fischessen, da gabs irgend einen speziellen chilenischen Fisch, dessen Namen ich nun leider nicht mehr weiß mit einer hammer Krabbensauce! Ich war echt begeistert, obwohl ich ja sonst nicht so der Fan von den Meeresfrüchte zeugs bin:
Anschließend haben wir noch einen Verdauungsspaziergang auf den Santa Lucia, den kleineren der beiden Hügel gemacht und ein paar Minuten die Aussicht genossen!


Die erste Klausur habe ich nun auch schon hinter mir. Die Zeit war etwas knapp, da 5 Seiten auf Spanisch zu lesen waren! Dafür gings um den deutschen Eismarkt, so dass ich dann wieder einen ausgleichenden Vorteil hatte. Naja, mal sehen, was rauskommt!!
So, mehr gibts nicht zu berichten diese Woche, die nächsten Tage habe ich mir vorgenommen, mal etwas mehr für meine Semesterarbeit zu arbeiten, ehe es dann spätestens am Dienstag losgeht!!! Dann gibts auch wieder viele, hoffentlich spanndere, Bilder an dieser Stelle zu sehen:-)
Mittwoch, 3. September 2008
Ausflug Cajon de Maipu
Mit einer neuen Kamera und Jacke ausgestattet habe ich mich letzten Sonntag wieder mit einer kleinen Gruppe zu einem Ausflug aus der Stadt in die ach so schöne Natur hier begeben.

Diesmal gings ins Cajon de Maipu, einem kleinem überaus schönem Flusstal ca eine Autostunde südlich von Santiago.

Die Anfahrt war allerdings mal wieder nicht ganz so reibungslos als geplant. Treffpunkt war an einer Metrostation, welche gleichzeitig auch die Abfahrtsstation für die Busse ist. Leider fuhr überraschenderweise die Metro nicht! Ja, die Metro in dieser 5Millionen Metropole fährt Sonntags erst ab 8:30! So sind wir dann halt erst verspätet eingetroffen und konnten erst die zweite Tour zu den Wasserfällen nehmen:


Anschließend gabs noch eine Stärkung mit frischem Apfelstrudel!!

Ja, die Deutschen sind hier überall, ich bin schon gespannt, wie es erst im Süden aussehen mag, dort gibts es richtige deutsche Dörfer! Aber auch an der Uni ist deutsch sehr oft gegenwärtig, so habe ich mittlerweile schon jede menge Studenten kennegelernt, welche in einer deutschen Schule, auf einem Austausch oder eine Oma in Deutschland haben. Es ist absolut erstaunlich wie gut sie dann auch deutsch sprechen (brauchen meist ein bisschen, bis sie sich trauen), da können viele deutsche Staatsbürger wohl nicht mithalten!
In der Uni habe läuft mittlerweile alles seine geregelten Bahnen. In einem meiner beiden ernsthaft betriebenen Kursen haben wir ein kleines total spannendes Gruppenprojekt zu bearbeiten. Es geht um die Beratung eines Ein Mann Betriebs. Unsere Firme heißt Don Gasfiter, besteht aus einem Mann und seinem Büro in Form eines etwas in die Jahre gekommenen Terminkalenders.. Unser Team (Zwei Chilenen + einem Dänen und mir, normal sind immer drei Chilenen im Team, also zwei Ausländer = 1 Chilene) wird dabei von zwei Managern einer großen Firma unterstützt, irre, was die hier für einen Aufwand betreiben für eine Vorlesung die ungefähr einer deutschen "Grundlagen der BWL" entspricht. Auf jeden Fall müssen wir jetzt rausfiltern, welche Kosten er hat, was er überhaupt in etwa so einnimmt etc..
Ansonsten gibts eigentlich nicht vieles neues zu erzählen an dieser Stelle. Das Wetter ist seit gestern wieder kalt (an die Null Grad nachts), nachdem ich schon dachte, dass der Winter nun endgültig vorbei ist!

Diesmal gings ins Cajon de Maipu, einem kleinem überaus schönem Flusstal ca eine Autostunde südlich von Santiago.

Die Anfahrt war allerdings mal wieder nicht ganz so reibungslos als geplant. Treffpunkt war an einer Metrostation, welche gleichzeitig auch die Abfahrtsstation für die Busse ist. Leider fuhr überraschenderweise die Metro nicht! Ja, die Metro in dieser 5Millionen Metropole fährt Sonntags erst ab 8:30! So sind wir dann halt erst verspätet eingetroffen und konnten erst die zweite Tour zu den Wasserfällen nehmen:


Anschließend gabs noch eine Stärkung mit frischem Apfelstrudel!!

Ja, die Deutschen sind hier überall, ich bin schon gespannt, wie es erst im Süden aussehen mag, dort gibts es richtige deutsche Dörfer! Aber auch an der Uni ist deutsch sehr oft gegenwärtig, so habe ich mittlerweile schon jede menge Studenten kennegelernt, welche in einer deutschen Schule, auf einem Austausch oder eine Oma in Deutschland haben. Es ist absolut erstaunlich wie gut sie dann auch deutsch sprechen (brauchen meist ein bisschen, bis sie sich trauen), da können viele deutsche Staatsbürger wohl nicht mithalten!
In der Uni habe läuft mittlerweile alles seine geregelten Bahnen. In einem meiner beiden ernsthaft betriebenen Kursen haben wir ein kleines total spannendes Gruppenprojekt zu bearbeiten. Es geht um die Beratung eines Ein Mann Betriebs. Unsere Firme heißt Don Gasfiter, besteht aus einem Mann und seinem Büro in Form eines etwas in die Jahre gekommenen Terminkalenders.. Unser Team (Zwei Chilenen + einem Dänen und mir, normal sind immer drei Chilenen im Team, also zwei Ausländer = 1 Chilene) wird dabei von zwei Managern einer großen Firma unterstützt, irre, was die hier für einen Aufwand betreiben für eine Vorlesung die ungefähr einer deutschen "Grundlagen der BWL" entspricht. Auf jeden Fall müssen wir jetzt rausfiltern, welche Kosten er hat, was er überhaupt in etwa so einnimmt etc..
Ansonsten gibts eigentlich nicht vieles neues zu erzählen an dieser Stelle. Das Wetter ist seit gestern wieder kalt (an die Null Grad nachts), nachdem ich schon dachte, dass der Winter nun endgültig vorbei ist!
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