So, jetzt wirds Zeit, dass ich meinen kleinen Reisebericht von letzter Woche mal zu Ende schreibe. Denn nach unserem Ausflug über die Grenze hatten wir noch eineinhalb Tage in San Pedro, welche wir auch noch ordentlich nutzten. Zunächst einmal mussten wir die Grenze zurück nach Chile überqueren, was sich als deutlich schwieriger als in die andere Richtung rausstellte. Alle unsere Rucksäcke wurden durchsucht, da anscheinend eine Lebensmittelseuche im Umlauf ist. Nach 2 Stunden war allerdings auch diese Pozedere und wir durften zurück in unsere Herberge in San Pedro.
Dort hatten wir bereits Sandboard und Fahrräder reserviert und machten uns auch gleich auf den Weg. Nach dem vielem Sitzen in Bussen und im Jeep war etwas Sport genau das richtige für uns. Ca eine Stunde fuhren wir, die Sandbords auf den Rücken geschnallt bei nun +30°C in ein kleines Gebirge. Angekommen, hieß es erst einmal aufsteigen auf die Sanddünen, ehe sich zeigte, dass sich die Mühen nich wirklich gelohnt haben... man kam mit den Sanboards trotz ordentlichem wachseln nicht vom Fleck! Nichts desto trotz hatten wir auch beim runter purzeln über die Sanddünen viel Spaß und konnten eine ziemlich schöne Aussicht genießen! (Die Photos sind aus dem Facebook, da ich meine Camera nicht mit hatte, wenn ich sie unkomprimiert habe, tausche ich sie mal aus. Dachte, sie seien zumindest etwas besser...)
Anschließend mussten wir uns von Carleigh, Anna und Mauricio verabschieden, welche bereits Sonntags wieder nach Santiago aufbrachen. Wir verbleibenden sind noch am selben Abend mit einer Tour zu einer Astronomieführung zu einem kleinen Observatorium gefahren. Dort wurde uns von zwei französischen Wissenschaftlern erklärt, wie die Erde entsteht und warum Paris die Mitter der Welt ist.. außerdem durften wir noch den Saturn durch ein Observatorium photographieren, was sogar mit meiner DigiCam erstaunlich gut gelang.
Danach fielen wir in unsere Schlafsäcke (Betten hatten wir aus finanziellen Gründen keine..:-) und haben am nächsten morgen erstmal etwas ausgeschlafen und dann in aller Ruhe gefrühstückt. Wieder mit vollen Kräften ging es wieder auf unsere Räder, diesmal um zu einem Salzsee ca. 25 km weg zu fahren. Nach 10 km, irgendwo im Niemansland hatte plötzlich Anna eine Reifenpanne und wir in weiser vorraussicht keinen Reperaturkit mit dabei. Da wirklich weit und breit kein Haus zu sehen war, habe wir uns gesplittet. Patrick und Ich sind voraus gefahren, in der Hoffnung an dem Salzsee jemanden mit einem Jeep zu finden, der Anna mitsamt Fahrrad befördern könnte. Knapp eine anstrengende Stunde später mussten wir ernüchternd feststellen, dass an dem Salzsee außer einem Kassier niemand war (dieser war mit einem Motorrad unterwegs). Zu unserem großen Glück kame die anderen drei allerdings bereits ein paar Minuten nach unseren vergeblichen Überlegungen was zu tun auf der Ladefläche eines Jeeps angefahren, der sie unterwegs aufgegabelt hatte!!
Der See war dann noch ein wahrlich krönender Abschluss der ganzen Tour. Zunächst war der Schweinehund recht groß beim hineingehen, da er See wirklich schweinekalt war (geschätzte 10°C). Als wir es dann aber geschafft haben, war es ein unglaubliches Gefühl, welches wir erleben durften, sich einfach ohne Bewegung ins Wasser legen und oben auf zu schwimmen!! Und das verrückteste, sobald man die Beine nach unten gestreckt hat, war es total warm, ja sogar wirklich heiß aufgrund einer thermischen Aktivität. Wie diese System thermodynamisch funktioniert werde ich auf jeden Fall bei Zeiten noch studieren, wirklich unglaublich!!
Nach diesem kurzem Spaß ging es dann wieder zurück. Anna konnte bei anderen Touristen mitfahren, das Fahrrad durften wir restlichen abwechselnd mti einer Hand mitfahren. Die 25 km durch den Sand waren dann noch die letzte Anstrengung (Wir hatten auch noch Wasserknappheit, da Patrick angefangen hatte sich mit unserem Trinkwasser das Salz vom Körper zu waschen..) bevor wir uns eine Dusche, ein vernünftiges Essen und ein Bier vor der Abreise gönnen konnten!! (DAs T-Shirt um meinen Kopf war ernsthaft ein Sonnenschutz!)
Ja und nun bin ich schon wieder eine Woche im Alltag in Santiago. Im Moment wollte ich eigentlich an meiner Semesterarbeit schreiben, habe aber nun doch lieber erst mal den Blog hier fertig gemacht.. irgendwie gibts immer wichtigeres zu tun. Gestern gabs noch eine nette kleine Hausparty, jedoch auf der andern Seite der Stadt. Da ich mir kein Taxi leisten wollte, habe ich zum ersten mal das Nachtbus System in Santiago ausbrobiert! Nach einer Stunde mit zwei mal umsteigen bin ich dann tatsächlich auch in meiner Wohnung angekommen! Ansonsten ist wie gesagt wieder alltag, meine erste Klausur habe ich bestanden (knapp) und nächste Woche habe ich nochmals einen kleinen Test! Die nächste Reise ist auch schon in Planung... Argentinien steht als nächstes auf dem Programm.... aber wohl erst in ein paar Wochen!
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