Donnerstag, 27. November 2008

So jetzt ist meine Studienzeit doch wirklich schon vorbeit. Morgen habe ich noch eine letzte Klausur in meinem Politikkurs und dann gehts ans Reisen! Um euch mal einen kleinen Überblick zu geben, was vorerst geplant ist hier eine kleine Karte zur Übersicht:



Wir starten von Santiago nach Buenes Aires, wollen dann noch einen Abstecher zum größten Wasserkraftwerk der Welt (Der Dreischluchtendamm ist zwar größer, liefert derzeit aber noch weniger Strom..). Zumindest Ralf und Ich wollen das machen, unsere Mädels werden wir davon aber schon auch noch überzeugen können. Anschließend gehts weiter nach Puerto Montt nach Chile und von dort dann schließlich mit dem Flugzeug bis ganz runter nach Punta Arenas. Ich hoffe, hin und wieder ein Internetkaffee zu finden um euch auf dem laufenden zu halten und ein paar Photos reinstellen zu können!

Montag, 24. November 2008

Aufstieg auf den Vulkan Villarica!

Nachdem das ständige "am Pool liegen", " Surfen" und "Eis essen" mit der Zeit auch etwas langweilig geworden ist :-), war es mal wieder Zeit für etwas Abwechslung. Wieder einmal ging es mit einem der mittlerweile liebgewonnenen Reisebusse übernachts (11 Stunden fahrt) in den Süden, ins Dörfchen Namens Pucon. Dort angekommen bestaunten wir zunächst mal den Vulkan, den man allerdings an diesem ersten Tag aufgrund von Wolken nur Halb zu sehen bekam (Das Bild ist vom zweiten Tag) und buchten uns dann auch sogleich unsere Tour für den Samstag.



Es galt zu hoffen, dass uns das Wetter gut gesinnt war, da ein Aufstieg bei Wolken nicht möglich ist. Nach der erfolgreichen Unterkunftssuche (Wir hatten nur zwei Betten, waren aber 3 Jungs und ein Mädel, wir drei Jungs haben schließlich zu dritt in einem Doppelbett geschlafen haben, kuschelig..) nutzten wir den verbleibenden Tag noch für ein Picknick an einem recht netten Doppelwasserfall, also zwei Wasserfälle in einen See und vertraten uns noch ein bisschen die Beine danach.




Das Dorf lebt in erster Linie echt nur von diesem Vulkan und dem damit verbundenen Tourismus. Allerdings hat man auch Angst vor einem Ausbruch, der wohl jederzeit wieder passieren kann. Zur Sicherheit gibt es ein Warnsystem mit Risikoampeln und Rettungswegen für den Fall der Fälle!


Abends haben wir uns zur Stärkung für den nächsten Tag einen riesen Topf Pasta gekocht sowie Lunchpakete für den Samstag vorbereitet. Ein weltreisender Holländer, der den Vulkan bereits erklommen hatte leistete uns dabei Gesellschaft und gab ein paar spannende Geschichten aus seiner Zeit als holländischer Botschafter preis, echt spannend! Er hatte nach 16 Jahren im Dienst gekündigt, da er noch was anderes machen wollte in seinem Leben, das verrückte, nach der langen Zeit in den verschiedensten Ecken der Welt macht er nun erstmal - eine Weltreise.

Am nächsten morgen klingelten dann bereits um 5:00 unsere Wecker und wir machten uns auf den Weg zum Treffpunkt. Dort packten wir unsere bereits vorbereiten Rücksäcke mit dem zum Aufstieg notwendigem Equipment und stiegen in den Bus, welcher uns zum Fuße des Vulkan befördern sollte.

Angekommen ging es nach einer kurzen Einführung auch sofort los. Es lagen 1500 Höhenmeter bis zum auf knapp 3000m gelegenem Gipfel vor uns. Nach ein paar leichten Metern zum aufwärmen auf trockenem Boden gelangten wir ziemlich schnell an den mit Schnee und Eis bedeckten Teil des Aufstiegs. Zunächst mussten wir deshalb Steigeisen anlegen und wurden in den Umgang mit dem Eispickel eingewiesen. Danach wurde es wirklich anstrengend, mir ist nun klar, dass ich wieder mehr Sport machen muss..



Bei ca. der Hälfte der Strecke begannen erste Wolken aufzusteigen und ein wirklich eiskalter Wind begann uns um die Ohren zu wehen. Das es wirklich eiskalt war, sieht man wohl am besten an unserem in Jacken und Mützen vermumten Zustand! Mann musste versuchen, Kalorien zu sich zu nehmen, um nicht in ein Leistungsloch zu fallen (So wie Jan Ulrich oftmals bei den entscheidenden Anstiegen :-)), die so liebevoll vorbereiteten Sandwiches waren allerdings leicht angefroren und hatten nicht mehr wirklich Geschmack. Zwischenzeitlich habe ich mich auch echt gefragt, wie bescheuert man eigentlich sein kann, auch noch ein Batzen Geld zu bezahlen, um sich dann in dieser Kälte zu Quälen! Aber gut, wir ließen uns natürlich nicht unterkriegen, den Gipfel immer im Visier! Schlussendlich wurden wir dann auch mit dem Blick in den Vulkankrater belohnt! Er rauchte und stank gewaltig, Lava gabs allerdings keines zu sehen, leider.. Nichts desto trotz echt atemberaubend!









Da es allerdings wirklich unangenehm war, machte wir uns bereits nach gut 10 Minuten wieder an den Abstieg machen. Das tolle dabei, wir durften große Teile den Berg einfach runter rutschen! Angekommen froren wir noch etwas im Bus ins Tal, in welchem schon ein Bierchen und eine Urkunde für uns wartete!

Ralf, Carleigh und Arthura machten sich dann am selben Nachmittag noch weiter nach Valdivia auf, ich nahm jedoch gleich noch am Samstag Abend den Bus nach Santiago, da ich am Montag eine Abschlussklausur hatte, für welche ich noch lernen wollte!

Montag, 17. November 2008

Surfing!

Am Tag vor dem Grillfest bin ich noch kurz beim Surfen gewesen, zum ersten mal! Dazu sind wir gute 3 Stunden etwas in den Sueden, nach Pichelemu gefahren, das chilenische Surfer's Paradise. Allerdings war das ganze zunaechst alles andere als erwartet. Wir hatten schlechtes Wetter, konnten die restliche Gruppe, welche schon einen Tag vorher losgefahren sind nicht finden und Anna hatte den Bus verpasst, so dass Ralf und ich erst noch auf sie warten mussten. Daraufhin haben wir uns erst einmal ein Bier gekauft (ein Becks!) und sind dann zum Essen gegangen. Erst gegen vier Uhr Nachmittags konnten wir dann schliesslich starten mit dem Surfen. Nach einer kleinen Aufwaermuebung mit unserem Lehrer, gings auch schon los (12 Grad Wassertemperatur). Der Lehrer musste allerdings draussen bleiben aufgrund irgendeiner Verletzung, so dass wir im Grunde nichts von ihm hatten, war uns aber egal!







Ganz habe ich es nicht geschafft, aufzustehen auf dem Board, aber zumindest so halb ists mir immer wieder mal gelungen. Mir ist nun auch klar, warum diese Surfer immer so eine gute Figur haben... das ist echt anstrengend. Vor allem hatten wir auch noch eine kleine gemeine Stroemung im Wasser, welche uns immer von den Wellen weggetrieben hat!

Ansonsten ist es nun schon meine letzte Vorlesungswoche und ich muss langsam meine Reisevorbereitungen treffen, vor allem auch, da ich mich fuer das kommende Wochenende noch ueberreden hab lassen auf einen noch aktiven Vulkan zu steigen, 11 h suedlich von Santiago, aber wenn man schon mal hier ist...

Samstag, 15. November 2008

Gran Asado

Nach einer eindrucksvollen Präsentation letzten Mittwoch (Der Prof hat uns über alles gelobt, die beste Arbeit des Kurse.., gibts sogar auf YouTube... ) musste dieser grandiose Erfolg natürlich auch gebührend gefeiert werden! Deshalb hat uns Juan Jose (einer des Teams) zu sich nach Hause zu einer Pool und Grillparty eingeladen. Kasper und ich haben für das Bier gesorgt (Paulaner!), die Chilenen haben ordentliches Argentinisches Steak beigesteuert.


Wir hatten nochmal eine Menge Spaß, vor allem auch durch unseren Don Gasfiter, der natürlich auch mit dabei war. Außerdem habe ich nun auch mal gesehen, wie man hier in Chile etwas gehobener lebt. Es ging in einen kleinen Vorort von Santiago, welcher komplett eingezäunt und bewacht war. Dort gab es wirklich hübsche, stilvolle Häuser, die meisten auch mit einem kleinem Pool und großem Garten! Der Kontrast zu dem aus Holz gebautem Häuschen mit Wellblechdach unseres Gasfiters könnte kaum größer sein. Das tolle war jedoch, dass wir uns trotzdem alle blendend verstanden haben und ich abschließend zu diesem Projekt sagen muss, dass es wirklich das beste war was ich hier machen konnte und es auch abgesehen von meinem Vergnügen ein tolles Konzept ist. Neben dem hohen Lerneffekt beider Seiten, was unternehmerisches Handeln betrifft, wird, was wahrscheinlich sogar noch wichtiger ist, ein Kennenlernen und Verständnis der verschiedenen Gesellschaftsschichten untereinander geschaffen, was hier keineswegs selbstverständlich ist! So OK, genug der Worte, hier die Photos!:

Hier ein Bild des Hauses von Juan Jose (Eine Architektenfamilie!) Im Hintergrund sieht man normalerweise die Anden in voller Pracht, hier auf dem Photo allerdings nicht.



Alle zusammen mit dem guten Paulaner im Pool!




Die letzten Sonnenstrahlen genießend..




Die Grillmeister, von links nach recht: Don Gasfiter, Juan Jose und Juan Carlos

Sonntag, 9. November 2008

Dies und das mal wieder



Da es nun schon auf das Ende meiner Studienzeit hier in Chile zugeht, ist es nun auch nochmals etwas arbeitsreicher geworden. Morgen habe ich zunächst eine kleine Klausur in meinem Kurs zur Kultur und Geschichte Chiles, am Mittwoch gibts dann meine erste kleine Präsentation auf Spanisch! Gemeinsam mit meinen chilenischen Komillitonen werden wir berichten, was wir alles schönes mit unserem Mikroempresario angestellt haben um ihn auf den Erfolgsweg zu führen! Da der Prof es so wünscht, musst ich mir extra auch eine Anzugshose wünschen und mir Schuhe ausleihen (Eine Hose in meiner Größe hatte irgendwie keiner). Auch wenn ich nur kurz sprechen werde, bin ich schon leicht nervös, muss ich gestehen..:-)

Die letzten beiden Wochenende habe ich jeweils wieder einen kleinen Ausflug gemacht. Vor zwei Wochen sind wir relativ planlos nach Paine, einem kleinen Dorf südlich Santiagos gefahren. Dort angekommen mussten wir uns zunächst über mögliche Aktivitäten informieren, wobei uns ein absolut schöner See empfohlen wurde. Da auch nach längerer Zeit des Wartens kein Bus an der vermeintlichen Haltestelle vorbei kam, habe wir einen Fahrer eines Pikups gebeten, uns ein Stück mitzunehmen! Das verrückte dabei war: Ein Hund, der irgendetwas an uns gefunden hatte, lief uns nach. Einen derart schnellen und ausdauernden Hund habe ich noch nie gesehen.


Bei geschätzten 50 km/h ist er uns für ca 10 km nachgehechelt! Unglaublich, ich hab auch ein paar Videos gedreht. Vielleicht kann ich die hier auch noch hochladen, hatte irgendwie nicht geklappt.

Nach dem ersten Stück unseres Weges zum besagten See sind wir dann "umgestiegen" und haben den Hund auf dem neuen Pickup mitgenommen bis zu dem See, welcher nun auch sein neues Zuhause ist!

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Hier noch ein Gruppenphoto (keine Montage!)




Das andere Wochenende hab ichs endlich geschafft nach Valparaiso zu fahren (Hatte ich mehr oder weniger vor seit ich hier bin). Allerdings war ich etwas krank, so dass ich abends früh ins Bett bin und auch ansonsten mehr Lustlos durch die Gegend gewandert bin :-(

Um das dem Gerüchten nach zu Urteilen tolle Nachtleben der Stadt noch nachzuholen, werde ich aber evtl nochmals hinfahren. Auch das Wetter war nicht wirklich schön, so dass wir keinen Badetag in Vina einlegen konnten, sondern bereits Sonntags Nachmittags wieder zurück gefahren sind!

Hier noch ein paar Photos:

Einer der 46 Aufzüge die in Valparaiso betrieben werden um mühelos die Hügel der Stadt zu erklimmen



Auf einer kleinen Bootsundfahrt am Hafen




Noch ein Bild mit Blick aufs Meer von oben



Ein paar Vögel auf dem Meer bei einer Vogelbeobachtungsstation



Hier noch das chilenische Badeparadies Vina del Mar, welches quasi direkt verbunden mit Valparaiso ist. Es gibt Chilenen, die behaupten, das es schöner als Valparaios ist...



Ansonsten engagiere ich mich auch für die Kunst (ziemlich aufopferunsvoll wie ich finde). Eine Freundin, die in Paine dabei war, macht ein Projekt, durch Chile zu Reisen und allen möglichen Leuten diese Nase aufzusetzen...