Montag, 24. November 2008

Aufstieg auf den Vulkan Villarica!

Nachdem das ständige "am Pool liegen", " Surfen" und "Eis essen" mit der Zeit auch etwas langweilig geworden ist :-), war es mal wieder Zeit für etwas Abwechslung. Wieder einmal ging es mit einem der mittlerweile liebgewonnenen Reisebusse übernachts (11 Stunden fahrt) in den Süden, ins Dörfchen Namens Pucon. Dort angekommen bestaunten wir zunächst mal den Vulkan, den man allerdings an diesem ersten Tag aufgrund von Wolken nur Halb zu sehen bekam (Das Bild ist vom zweiten Tag) und buchten uns dann auch sogleich unsere Tour für den Samstag.



Es galt zu hoffen, dass uns das Wetter gut gesinnt war, da ein Aufstieg bei Wolken nicht möglich ist. Nach der erfolgreichen Unterkunftssuche (Wir hatten nur zwei Betten, waren aber 3 Jungs und ein Mädel, wir drei Jungs haben schließlich zu dritt in einem Doppelbett geschlafen haben, kuschelig..) nutzten wir den verbleibenden Tag noch für ein Picknick an einem recht netten Doppelwasserfall, also zwei Wasserfälle in einen See und vertraten uns noch ein bisschen die Beine danach.




Das Dorf lebt in erster Linie echt nur von diesem Vulkan und dem damit verbundenen Tourismus. Allerdings hat man auch Angst vor einem Ausbruch, der wohl jederzeit wieder passieren kann. Zur Sicherheit gibt es ein Warnsystem mit Risikoampeln und Rettungswegen für den Fall der Fälle!


Abends haben wir uns zur Stärkung für den nächsten Tag einen riesen Topf Pasta gekocht sowie Lunchpakete für den Samstag vorbereitet. Ein weltreisender Holländer, der den Vulkan bereits erklommen hatte leistete uns dabei Gesellschaft und gab ein paar spannende Geschichten aus seiner Zeit als holländischer Botschafter preis, echt spannend! Er hatte nach 16 Jahren im Dienst gekündigt, da er noch was anderes machen wollte in seinem Leben, das verrückte, nach der langen Zeit in den verschiedensten Ecken der Welt macht er nun erstmal - eine Weltreise.

Am nächsten morgen klingelten dann bereits um 5:00 unsere Wecker und wir machten uns auf den Weg zum Treffpunkt. Dort packten wir unsere bereits vorbereiten Rücksäcke mit dem zum Aufstieg notwendigem Equipment und stiegen in den Bus, welcher uns zum Fuße des Vulkan befördern sollte.

Angekommen ging es nach einer kurzen Einführung auch sofort los. Es lagen 1500 Höhenmeter bis zum auf knapp 3000m gelegenem Gipfel vor uns. Nach ein paar leichten Metern zum aufwärmen auf trockenem Boden gelangten wir ziemlich schnell an den mit Schnee und Eis bedeckten Teil des Aufstiegs. Zunächst mussten wir deshalb Steigeisen anlegen und wurden in den Umgang mit dem Eispickel eingewiesen. Danach wurde es wirklich anstrengend, mir ist nun klar, dass ich wieder mehr Sport machen muss..



Bei ca. der Hälfte der Strecke begannen erste Wolken aufzusteigen und ein wirklich eiskalter Wind begann uns um die Ohren zu wehen. Das es wirklich eiskalt war, sieht man wohl am besten an unserem in Jacken und Mützen vermumten Zustand! Mann musste versuchen, Kalorien zu sich zu nehmen, um nicht in ein Leistungsloch zu fallen (So wie Jan Ulrich oftmals bei den entscheidenden Anstiegen :-)), die so liebevoll vorbereiteten Sandwiches waren allerdings leicht angefroren und hatten nicht mehr wirklich Geschmack. Zwischenzeitlich habe ich mich auch echt gefragt, wie bescheuert man eigentlich sein kann, auch noch ein Batzen Geld zu bezahlen, um sich dann in dieser Kälte zu Quälen! Aber gut, wir ließen uns natürlich nicht unterkriegen, den Gipfel immer im Visier! Schlussendlich wurden wir dann auch mit dem Blick in den Vulkankrater belohnt! Er rauchte und stank gewaltig, Lava gabs allerdings keines zu sehen, leider.. Nichts desto trotz echt atemberaubend!









Da es allerdings wirklich unangenehm war, machte wir uns bereits nach gut 10 Minuten wieder an den Abstieg machen. Das tolle dabei, wir durften große Teile den Berg einfach runter rutschen! Angekommen froren wir noch etwas im Bus ins Tal, in welchem schon ein Bierchen und eine Urkunde für uns wartete!

Ralf, Carleigh und Arthura machten sich dann am selben Nachmittag noch weiter nach Valdivia auf, ich nahm jedoch gleich noch am Samstag Abend den Bus nach Santiago, da ich am Montag eine Abschlussklausur hatte, für welche ich noch lernen wollte!

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