Freitag, 26. Dezember 2008

Die Torres, Teil 2

Zunächst noch einmal kurz zu den Torres (=Türme), es handelt sich dabei um drei nadelartige Granitberge, die zwischen 2600 und 2850 m hoch sind. Das an sich ist eigentlich schon ziemlich spektakulär, hinzu kommt nun noch, dass diese absolut deplaziert in ihrer Umgebung wirken. Als wären sie einfach vom Himmel gefallen und an der falschen Stelle aufgeschlagen. So sind die Torres eine absolute Touristenattraktion und zum Hauptwirtschaftsfaktor in der Region geworden, es wird von jährlichen Einnahmen in Höhe von knapp einer Milliarde!! Dollar ausgegangen aus!

Am letzten Tag klingelte der Wecker bereits um 2:00 (Ja, ich meine Nachts, nicht Nachmittags..), da wir ausgehend vom Campionamento Chileno rechtzeitig bis zum Sonnenaufgang zu den Torres aufsteigen wollten. Von unserer sechsköpfigen Truppe verblieben hierfür nur noch drei: Charlotte, Anna und ich. Phillip musste sich Nachtsüber mehrmals übergeben und Ralf und Nathalia hatten beschlossen, noch einen Tag länger zu bleiben um so in aller Ruhe hochsteigen zu können. Also machte ich mich zusammen mit den beiden Mädels, ausgestattet mit einer Stirnlampe sowie einer Kurbeltaschenlampe auf den Weg. Es war wirklich stockdunkel, zumindest der erste Teil des Weges durch ein bewaldetes Gebiet. Da Anna und ich mir eine Taschenlampe teilen musste, ging Charlotte mit ihrer Stirnlampe voraus und gab jeweils Kommandos: „Stein links“, „große Wurzel mittig“ etc. Nach den drei vorherigen Tagen der Anstrengung und den verbundenen Schmerzen in Rücken und Beinen, kam in den ersten Minuten dieser Nacht ein neues Phänomen hinzu: kalter Schweiß, ich war nach einer Stunde plitschnass, ich glaube mein Körper hat gar nicht mehr verstanden, was den jetzt los ist, mitten in der Nacht…Nach gut einer Stunde kamen wir zum letzten Anstieg, welcher mit einer Zeitangabe von 45 min. deklariert war. Von da ab war Schluss mit einem Weg, es hieß, Gesteinsgeroll hochzusteigen, und dies war nicht einfach in der noch relativ dunklen Nacht. Trotzdem schafften wir es schließlich nach mehr als einer Stunde, als erste dieses morgens bis zum Aussichtspunkt auf die Torres, um dort auf den Sonnenaufgang zu warten. Nach und nach trödelten immer mehr Touris ein, es versammelten sich ca. 25 verrückte, um dem anstehenden „Spektakel“ beizuwohnen. Und ich muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt, auf dem Photos kommts wahrscheinlich nicht ganz so toll raus wie in Realität, aber es war grandios!

Hier ein paar Photos

Auf dem Weg nach oben:




Überfahr mit dem Boot zum Nationalpark



Am Gipfel angelangt!!

Der Sonnenaufgang an den Torres!


Mittwoch, 17. Dezember 2008

Also ich werde jetzt Stück für Stück immer wieder einmal Photos zu den alten Posts hinzufügen, also wen es interessiert, gelegentlich nach unten scrollen! Ansonsten mach ich mich nun auf eine lange Reise einmal rum um den Globus, um Weihnachten und viele schöne Tage mit Sina in Hangzhou verbringen zu dürfen!

Da ich nicht so recht weiß, wo ich die Photos sonst einfügen soll, hier noch kurz von der Insel Chiloe. Ein Ort, an den ich unbedingt nochmal wieder zurückkehren möchte, habe ich aber glaube ich schon irgendwo an anerer Stelle mal sehr davon geschwärmt..









Dienstag, 16. Dezember 2008

Torres del Paine

Nach einem Wahnsinns Flug von Puerto Mont mit einer absolut tollen Sicht auf die Anden kamen wir zunächst im schmucken Städtchen Punta Arenas an (Wir konnten die Torres del Paine von oben sehen, auf dem Rückflug meinte mein Nachbar, dass er arbeitstechnisch fünf mal pro Jahr die Strecke fliegt und ihn dabei dieses Glück noch nie ereilt hat!!).



Den ersten Tag beschlossen wir ruhig anzugehen, wir waren alle noch etwas Müde, da Natalia bis weit in die Nacht mit dem Auto in einem Handyfunklock unterwegs war, wir nicht wussten, was denn nun mit ihr los ist und so nicht schlafen konnten. So schlenderten wir einfach ein bisschen in der Stadt umher und kamen zufällig zu einem kleinem Militärmuseum, konnten einen Blick von oben auf die bunten Häuser werfen und die Magellanenstraße sehen! Am Abend gings dann noch in den Supermarkt, um Essen für die folgenden fünf Tage einzukaufen. Zu viert kauften wir 8 Packungen Spaghetti sowie Kekse, Brot und Salami, um damit die auf uns wartenden Strapazen zu überstehen.

Am nächsten Tag trafen wir noch zwei weitere deutsche, Phillip und Charlotte, so dass wir uns schließlich zu sechst in den Nationalpark Torres del Paine aufmachten, um dort das soganannte "W" zu wandern. Am ersten Tag gelangten wir mittels Bus sowie einem Katamaran bis zu einer Basisstation, an welcher wir auch unsere erste NAcht im Zelt verbrachten. Am nächsten morgen ging es dann los, zunächst mit einem Rucksackfreiem Tag. Das hieß, wir nahmen nur die Verpflegung für Tagsüber mit, ließen aber das Zelt, die Kleidung etc. zurück. Wir begannen den Circuit von der zur üblichen Richtung entgegengesetzten. Es ging zu einer Gletscherzunge, an den großen Gebiergen links vorbei. Leider konnten wir den Gletscher nicht ganz erreichen, da wir nach 4 Stunden Wanderung Berg auf und ab uns etwas vorher wieder zurück ins Camp machten. Der Anblick war jedoch auf von dieser noch größeren Entfernung sehr toll, vor allem da ich auch noch nie einen Gletscher gesehen hatte. Angekommen im Zelt fielen wir dann nach einem Spaghetti-Brei (Wir haben das Wasser nicht ganz zum Kochen bringen können..) ziemlich schnell ins Bett, da es am dritten Tag dann auch hieß: Zelt abbauen, einpacken und losziehen mit dem ganzen GEpäck. Und das war hart, meine Schulter schmerzten unter der großen Rucksacklast und wir mussten ca jede halbe Stunde eine kleine Rast einlegen. Schließlich kamen wir aber dann schließlich doch wohlbehalten an unserem angepailten Camp an und wie immer gabs zunächst eine Riesenportion Pasta! Anschließend schlafen, dann wieder Zelt abbauen, alles einpacken und wieder los. Der vierte Tag war dann echt hart, nach sieben oder acht Stunden Wanderung mit all dem Gepäck mussten wir noch den ersten Teil des Anstiegs zu den "Torres" hinter uns bringen (knapp 1000 Höhenmeter, also dieser erste Anstieg!!), da wir am nächsten morgen diese bereits zum Sonnenaufgang sehen wollten. Es war der erste Tag, an welchen uns die Nudeln tatsächlich nicht reichten und ich mit Hunger ins Bett gehen musste, trotz mindestens einer Halben Packung, welche ich regelrecht verschlungen hatte, ich glaube ich habe sogar heute noch Hunger von der Aufstieg und bin nun ständig am Essen :-)

Montag, 8. Dezember 2008

Auf Reisen

Also auf die versprochenen Photos muesst Ihr nun wohl doch noch etwas laenger warten. Jetzt hatte ich zwar echt einen PC mit SD-Reader gefunden, doch dader ist nun leider Kaputt. Ich hab echt Hammer Photos, vom Wasserfall, dem Kraftwerk, einem wunderhuebschen Bergdoerfchen mit See... muesst ihr euch einfach selber ausmalen..

Nach meinem kleinen Abstecher nach Argentinien und Brasilien, bin ich nun wieder in Chile zurueck und weile nache stunden uber stunden in Reisebussen zurzeit auf Chiloe, einer festlandnahen Insel. Hier ist es echt absolut relaxt und echt schoen. Man kann sich das hier so ein bisschen wie Schweden oder Norwegen vorstellen, nur noch schoener, vor allem was die Sprache betrifft! Morgen haben wir dann auch schon unseren Flug ans "Ende der Welt", nach Punta Arenas wo wir einen Wanderung im NAtionalpark Torres de Paine sowie einen kleinen Abstecher nach Feuerland machen wollen!

So, hier jetzt noch ein paar Photos von den Wasserfällen, bei denen wir noch waren. Ich würde fast sagen, dass die Wasserfälle das spektakulärste war, was ich während der ganzen Reise gesehen habe, auf den Photos kommts aber, wie meistens, nicht ganz so grandios raus...





Montag, 1. Dezember 2008

Buenos Aires



Nach bisher immer nur tollen Reiseerlebnissen bin ich nun das erste mal stark enttaeuscht worden, und zwar von Buenos Aires. Wer hier vom Paris Suedamerikas spricht, kann Paris mit Sicherheit noch nicht gesehen haben, also zumindest ich werde diese Stadt in erster Linie als haesslich in Erinngerung behalten. Das vielseits beschriebene Tango Flair existiert nicht (zumindest nicht mehr), nur noch in einem art Freiluftmusseum, fuer welches ein kleines Stadtviertel herhalten muss und nun die Touristen mit kleinen Tango Shows in ueberteuerten Cafes belustigt werden. Aber aufregend waren die 3 Tage bisher trotzdem. Am ersten Tag wollten wir uns nach der mehr als 20 stuendigen Busfahrt kurz die Fuesse vertreten und haben uns auf in einen kleinen Park am Stadtrand gemacht, der bis zum Meer reicht (ca 5 km von der Stadt entfehrnt), und wurden dort von einem richtig deftigem Schauer und Gewitter erwischt. Voellig durchnaesst und durchgefroren angekommen bin ich dann gleich ins Bett gegangen (Um 6 Uhr) und habe bis zum naechsten Tag durchgeschlafen waehrend die anderen noch etwas weggegangen sind (Ich war etwas Krank muss ich zu meiner Entschuldigung gestehen, bin aber auf dem Weg zur Besserung..).

Hier ein Bild von unserem leckerem Mittagsessen:


Ja, so Nass waren wir..

Tangotänzer im Barrio La Boca

Eine der größten Straßen der Welt, ich glaube, ca. 10 Spuren jede Seite, wobei das mit den Spuren in Argentinien auch nicht immer so genau genommen wird.


Der zweite Tag war dann dem Sightseeing gewidmet, welches nicht wirklich spannend war. Ausserdem gabs zum 2ten mal ein richtig schoenes argentinisches Steak! Das entschaedigte dann doch auch etwas fuer die Enttaeuschung ueber die Stadt an sich. Da meine Reise nach der auf der Karte aufgezeigten Route wohl nicht zu Ende ist, sondern ich noch einen kleinen Abstechter in China einlegen will (4 Monate koennen echt ziemlich lang sein...), musste ich heute noch zur chinesischen Botschaft, um ein Visum zu erbitten. Dabei wurde mir doch schon etwas Angst, der Beamte dort sprach wie ein Roboter und hat micht waehrend des Gespraechs nicht ein einziges mal angeschaut. Allerdings scheint es dafuer mit dem Visum zu Klappen!! Ob es wirklich klappt, erfahre ich jedoch erst morgen, so dass ich noch einen Tag mit der Ungewissheit leben muss. Da es sonst nicht mehr viel zu tun gab hier, sind die anderen bereits weiter zu den Wasserfaellen und ich sitze nun alleine hier auf gepackten Koffer. |Morgen heisst es dann wieder frueh aufstehen und durch die ganze Stadt fahren (die metro ist auch echt ein erlebnis hier) und hoffen, das mein Visum fertig ist.

Hier die Fußballer außerhalb und dann innerhalb der Brutstätte Maradonnnas, dem Stadium der Boca Juniors!




Ausserdem haben wir heute noch eine kleine Tour ins Tigris Delta (ca eine Stunde Zugfahr, fuer 30 cent!!) und dort eine kleine Botsrundfahrt in einer echt schoenen Natur gemacht. Wir haben wir uns dann noch ein Kajak ausgeliehen, um selber noch ein bisschen die Gegend dort zu erkunden. Bilder von den letzten Tagen habe ich zwar einige, doch kann ich diese nicht hochladen, da es keinen SD Card Reader gibt.

Noch ein Bildchen aus unserem Boot raus photographiert: