Ja, gestern war es soweit und ich hab meinem Sicherheitsgefühl, dass ich bisher in der Stadt hatte, Tribut zahlen müssen. Mir wurde meine Jacke geklaut. Das blöde dabei, auch meine Kamera war in einer der Taschen. Das ganze war nicht mal in einem Problemviertel, Nachts oder sonst an einem Ort, an welchem man Diebstahl vermuten würde. Nein, direkt in der Uni haben sie mich erwischt. Ich wollte nach dem Essen noch ein bisschen lesen und hatte meine Jacke auf dem Stuhl neben mir in der Kantine, als ich dann aufstehen wollte, war sie einfach weg. Es war mir auf alle Fälle eine Lehre, da ich bisher echt gedacht habe, dass es verdammt sicher ist in der Stadt und insbesondere an der Uni! Auch einige andere Austauschstudenten hatten mittlerweile Probleme mit Dieben, einem wurde das Handy während des telefonierens aus der Hand gerissen(Er hat sichs aber wieder zurückgeholt, dafür hat er jetzt ein blaues Auge..) und ein Geldbeutel wurde wohl auch schon gestohlen... aber naja, thats life und vor allem leider auch Südamerika, jetzt heißts halt erst mal frieren. Aber es soll ja eh bald Sommer werden:-)
Leider kann ich euch deshalb auch die letzten Photos, die ich am Wochenende gemacht habe nicht zeigen. Am Samstags gabs eine Grillparty auf dem San Cristobal (dem Stadtberg) und anschließend noch eine kleine Fete bei einem Komillitonen, ansonsten gabs auch nicht viel spannendes zu berichten die letzten paar Tage! An der Uni habe ich mittlerweile den zweiten Kurs aufgegeben, da er mit zu viel arbeit war... ich will schließlich mein Auslandssemester nicht am Schreibtisch verbringen!
Mittwoch, 27. August 2008
Sonntag, 24. August 2008
Nachdem ich mir schon beim Flug gedacht habe, dass es in den Anden sehr schön sein muss, habe ich mich gleich für den Skitag angemeldet.

Es war wie eine Klassenfahrt, und hat wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn das Skifahren etwas kurz kam. Das hatte zwei Gründe: Zum einen waren die Pisten etwas flach und die Chilenen konnten eigentlich kaum Skifahren, so dass ich dann mehr Skilehrer gespielt habe als wirklich zu fahren. Zweitens blieben im Endeffekt nicht mal 3 Stunden, um wirklich Ski zu fahren, da der Ausflug sehr Südamerikanisch ablief.. Treffpunkt war um 7:00 morgens, dann mussten sich alle erst mal in irgendwelche Listen eintragen, so dass sich die Abfahrt auf ca.9:00 verspätete. An der ersten Tankstelle war dann Kaffeepause angesagt! Keiner wusste warum, aber wir haben einfach mal eine Stunde rast gemacht, wahrscheinlich hatte das Busunternehmen und der Tankstellenbesitzer ein Abkommen.. Später mussten dann noch die Schneeketten angelegt werden, und zu guter Letzt kamen wir trotz Schneeketten nicht bis nach ganz oben und
mussten noch ein gutes Stück laufen, um uns eine weitere Stunde beim Skiverleih anzustellen, so dass es dann ca:14:00 bis ich mit Ausrüstung und Skipass auf der Piste stand!

Lustig war es trotzdem, da die Chilenen sich die Laune einfach nicht verderben lassen. Man muss schon erst mal eine Stunde irgendwo stehen, bis überhaupt jemand auf die Idee kommt, mal zu fragen, was denn eigentlich los ist..
Die ganze Fahrt und Warte Zeit wurden dann für nette Spielchen wie "Wer bin ich" sowie "ICh packe meinen Koffer und nehme mit.." verbracht! Man merkt dabei sehr gut, was man in Südamerika so aus Deutschland kennt und was nicht: Hitler, Beckenbauer und sämtliche Fußballer kennt man, Merkel hingegen nicht!


Es war wie eine Klassenfahrt, und hat wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn das Skifahren etwas kurz kam. Das hatte zwei Gründe: Zum einen waren die Pisten etwas flach und die Chilenen konnten eigentlich kaum Skifahren, so dass ich dann mehr Skilehrer gespielt habe als wirklich zu fahren. Zweitens blieben im Endeffekt nicht mal 3 Stunden, um wirklich Ski zu fahren, da der Ausflug sehr Südamerikanisch ablief.. Treffpunkt war um 7:00 morgens, dann mussten sich alle erst mal in irgendwelche Listen eintragen, so dass sich die Abfahrt auf ca.9:00 verspätete. An der ersten Tankstelle war dann Kaffeepause angesagt! Keiner wusste warum, aber wir haben einfach mal eine Stunde rast gemacht, wahrscheinlich hatte das Busunternehmen und der Tankstellenbesitzer ein Abkommen.. Später mussten dann noch die Schneeketten angelegt werden, und zu guter Letzt kamen wir trotz Schneeketten nicht bis nach ganz oben und
mussten noch ein gutes Stück laufen, um uns eine weitere Stunde beim Skiverleih anzustellen, so dass es dann ca:14:00 bis ich mit Ausrüstung und Skipass auf der Piste stand!
Lustig war es trotzdem, da die Chilenen sich die Laune einfach nicht verderben lassen. Man muss schon erst mal eine Stunde irgendwo stehen, bis überhaupt jemand auf die Idee kommt, mal zu fragen, was denn eigentlich los ist..
Die ganze Fahrt und Warte Zeit wurden dann für nette Spielchen wie "Wer bin ich" sowie "ICh packe meinen Koffer und nehme mit.." verbracht! Man merkt dabei sehr gut, was man in Südamerika so aus Deutschland kennt und was nicht: Hitler, Beckenbauer und sämtliche Fußballer kennt man, Merkel hingegen nicht!
Das zweite Wochenende habe ich dann gleich für einen ersten Ausflug genutzt. Zusammen mit zwei deutschen und einer französin habe wir uns ein Auto gemietet und sind in den Norden nach La Serena aufgebrochen.
Da Ralf bereits einen Text zu diesem kleinen "Adventure" verfasst hat, bin ich jetzt zu Faul dazu, selber was zu schreiben, sondern zietiere hier einfach nur, ist auch echt viel Text..:
habe eine Französin, 2 Deutsche aus München und ich am Wochenende einen Kleinwagen gemietet und sind in Richtung Norden gefahren. Das Autoleihen geht hier recht problemlos, wir haben uns für einen Blechkasten mit Motor entschieden, der aber erstaunlich gute Dienste getan hat, wie sich noch zeigen wird.
Nach den ersten 50 km auf der Panamericana haben wir das Stadtgebiet von Santiago verlassen und fahren die nächsten 300 km durch ein Nirgendwo. Rechts der für chilenische Verhältnisse sehr gute Straße (mit"um nicht am Wochenende im Regen von Santiago zu sitzen, Maut) erheben sich grüne Berge, davor mit Sträuchern besiedeltes Land. Links der Pazifik. Keine Menschen, hier und da ein paar Häuser, sonst nichts. Meilenweit. Gegen Mittag machen wir in einem Fischerdorf Rast und essen leckeren Fisch auf der Höhe von Los Villos. Weiter geht's bis La Serena, unserem heutigen Tagesziel, dass wir gegen Abend nach 550 km Fahrt erreichen. Ein Hostal ist schnell gefunden und wir essen nach einer multilingualen Überzeugungsrede eines Kellners für 4 Euro sehr günstig aber auch sehr lecker zu abend. Eine Flasche Wein später liegen wir erschöpft im Bett und freuen uns noch, dass wir nicht in Santaigo geblieben sind, von dem wir im Fernsehn Überflutungen gesehen haben. Doch wir sollten uns täuschen...
Am nächsten Morgen begrüßt uns Regen. Wir lassen uns nicht abhalten und fahren los. Erst in das Fischerdorf Coquimo, dass aber wegen des starken Regens in den Fluten versinkt. Die Straßen sind keine solchen mehr, vielmehr schwimmen wir mit dem Kleinwagen durch Flüße und Bäche, die sich den Hang hinterunter zum Meer winden. Nach einem Frühstück im Auto geht es weiter in das im Landesinneren gelegene Tal Valle de Elqui. Regen begleitet uns nun den ganzen Tag. Die Straße geht dicht an Berghängen vorbei und es liegen mal kleine, mal große Gesteinsbrocken auf der Fahrbahn, die es zu umkurven gilt. Ab und zu kommt auch mal ein gerade entstandener Fluß von rechts und fießt einfach über die Straße. Das das Auto dies alles so gut mitgemacht hat, ist schon ein Wunder. Aber es sollte anders kommen. Mitten in den Bergen im Regen merk
en wir, Reifen vorne links: platt. Na schön, hätte im Fernsehn nicht besser inszeniert werden können. Zur Spannungssteigerung lassen wir jetzt den montierten Reservereifen 10 cm zu groß sein. Das Resultat ist ein schön gleichmäßiges Hoppeln des Autos, was besonders den Fahrer oder die Fahrerrin am Lenkrad freut. Also auf der Suche nach einer Tankstelle. Mitten im Nirgendwo haben wir zwar ein beschauliches Dorf mit aufgeweichten Sandstraßen und einer schönen Kirche gefunden, aber Reifen gab's keine. Das Tal an sich war aber recht schön. Unten ein Fluß und direkt neben der dahin verlaufenden Straße erheben sich die Gipfel. Die Vegeation ist dabei teils Weinanbau, in höheren Lagen aber ausschließlich Kakteen, die auf dem felsigen Untergrund wachsen. Eine sehr bizzare Landschaft, die ich noch einmal bei guten Wetter besuchen möchte. Zurück zum Reifen. Nach einigen Hoppel-Kilometern haben wir in der nächstgrößeren "Stadt" Vicuña eine Vulcanización gefunden, in der wir den alten Reifen haben flicken lassen. Genau wir in Deutschland he
ißt es hier: Einer arbeitet, 3 schauen zu. Aber der Preis war mit 3 Euro so günstig und die Werkstatt so urig, das dieses Erlebnis nicht mit einem Mecedes-Sercive-Center in der BRD zu vergleichen ist. Danach war das Auto wieder voll in Schuss und wir auf der Suche nach einem Schlafplatz. Da wir am folgenden Sonntag den einen weiter südlich gelegenen Nationalpark besuchen wollten, sind wir in der Nacht noch nach Ovalle gefahren und haben dort recht teuer in einem "Hotel" übernachtet. Aber uns war um Mitternacht nicht mehr nach weiterem Suchen zu Mute und so waren wir froh, ein Bett gefunden zu haben.
Der dritte Tag. Früh (für Studenten) aufstehen und mit dem Auto von Ovalle wieder an die Küste. Auf dem Weg durchhin sind wir an einem sehr schönen Tal namens Valle de Encanto vorbeigekommen. Der Legende nach sollen hier Außerirdische gelandet sein, jedenfalls finden sich in den Felsen merkwürdige Strichzeichnungen. Nach einem kleinen Eintrittsgeld an einen Chilen, der schon seit 35 Jahren dort jedenn Tag sitzt und auf Touristen wartet, konnten wir die Natur bewundern. Und es war wirklich atemberaubend. Ihr könnt die Fotos ja im Album euch anschauen. Weiter zum Nationalpark Frey Jorge, der ein einzigartiges Klima haben soll. Aber wegen des Regens zeigte uns ein Schild bereits am Anfang der 25 km langen Sandstraße, dass der Park geschlossen ist. Wir sind trotzdem mal ein paar Kilometer gefahren und konnten so ein wenig die Lebensweise der Chilenen hier mitten im Nichts betrachten. Die Rückfahrt sollte uns noch ein weiteres Abenteuer bescheren. Tank viertel voll und an der 1. Tankstelle vorbei gefahren. Danach Halb-Wüste. 150 km nichts. Nur Land. Naja, wir waren doch recht froh, als uns noch einer schier endlosen Zeit an einer Mautstation die nächste Tank in 20 km in Aussicht gestellt wurde. Ich bin sicher, viel weiter wären wir auch nicht mehr gekommen. Die Rückgabe des Auto verlief problemlos, obwohl der Wagen schon recht dreckig von den Sand-Schlagloch-Straßen war."
Da Ralf bereits einen Text zu diesem kleinen "Adventure" verfasst hat, bin ich jetzt zu Faul dazu, selber was zu schreiben, sondern zietiere hier einfach nur, ist auch echt viel Text..:
habe eine Französin, 2 Deutsche aus München und ich am Wochenende einen Kleinwagen gemietet und sind in Richtung Norden gefahren. Das Autoleihen geht hier recht problemlos, wir haben uns für einen Blechkasten mit Motor entschieden, der aber erstaunlich gute Dienste getan hat, wie sich noch zeigen wird.
Am nächsten Morgen begrüßt uns Regen. Wir lassen uns nicht abhalten und fahren los. Erst in das Fischerdorf Coquimo, dass aber wegen des starken Regens in den Fluten versinkt. Die Straßen sind keine solchen mehr, vielmehr schwimmen wir mit dem Kleinwagen durch Flüße und Bäche, die sich den Hang hinterunter zum Meer winden. Nach einem Frühstück im Auto geht es weiter in das im Landesinneren gelegene Tal Valle de Elqui. Regen begleitet uns nun den ganzen Tag. Die Straße geht dicht an Berghängen vorbei und es liegen mal kleine, mal große Gesteinsbrocken auf der Fahrbahn, die es zu umkurven gilt. Ab und zu kommt auch mal ein gerade entstandener Fluß von rechts und fießt einfach über die Straße. Das das Auto dies alles so gut mitgemacht hat, ist schon ein Wunder. Aber es sollte anders kommen. Mitten in den Bergen im Regen merk
Der dritte Tag. Früh (für Studenten) aufstehen und mit dem Auto von Ovalle wieder an die Küste. Auf dem Weg durchhin sind wir an einem sehr schönen Tal namens Valle de Encanto vorbeigekommen. Der Legende nach sollen hier Außerirdische gelandet sein, jedenfalls finden sich in den Felsen merkwürdige Strichzeichnungen. Nach einem kleinen Eintrittsgeld an einen Chilen, der schon seit 35 Jahren dort jedenn Tag sitzt und auf Touristen wartet, konnten wir die Natur bewundern. Und es war wirklich atemberaubend. Ihr könnt die Fotos ja im Album euch anschauen. Weiter zum Nationalpark Frey Jorge, der ein einzigartiges Klima haben soll. Aber wegen des Regens zeigte uns ein Schild bereits am Anfang der 25 km langen Sandstraße, dass der Park geschlossen ist. Wir sind trotzdem mal ein paar Kilometer gefahren und konnten so ein wenig die Lebensweise der Chilenen hier mitten im Nichts betrachten. Die Rückfahrt sollte uns noch ein weiteres Abenteuer bescheren. Tank viertel voll und an der 1. Tankstelle vorbei gefahren. Danach Halb-Wüste. 150 km nichts. Nur Land. Naja, wir waren doch recht froh, als uns noch einer schier endlosen Zeit an einer Mautstation die nächste Tank in 20 km in Aussicht gestellt wurde. Ich bin sicher, viel weiter wären wir auch nicht mehr gekommen. Die Rückgabe des Auto verlief problemlos, obwohl der Wagen schon recht dreckig von den Sand-Schlagloch-Straßen war."
Die erste Woche war ziemlich anstrengend, da in der Uni bereits die erste Woche vorbei war und ich noch keinen Plan hatte, welche Kurse ich eigentlich nehmen will. Mittlerweile (am Ende der zweiten Woche) habe ich dieses leidige Thema nun aber auch abgeschlossen! Werde jetzt wohl einen Kurs auf Englisch über Entwicklungsökonomie in Südamerika machen (Der Prof war Wirtschaftsminister unter Pinochet!, weiß noch nicht recht was ich davon halten soll, interessant ists auf jeden Fall!). Außerdem habe ich mich noch für einen BWL Kurs eingetragen, aber nur weil der mit einem Gruppenprojekt verknüpft ist und ich ja nach Möglichkeit viel mit den Chilenen in Kontakt kommen will. Außerdem gibts noch Spanisch und einen Kurs zur Landeskunde für Austauschstudenten.
Um mich ein bisschen Fit zu halten, mache ich auch noch einen Tenniskurs, in dem ich bereits meine ersten beiden Noten bekommen habe. Eine 1(schlechteste Note) sowie eine 7(beste Note). Die 1 war bei einer Stretching Übung, ich war so ungelenkig und war die Lachnummer der Stunde..dafür habe ich es den Chilenen beim 1000m zurückgezahlt und bin allen davon!!
Um mich ein bisschen Fit zu halten, mache ich auch noch einen Tenniskurs, in dem ich bereits meine ersten beiden Noten bekommen habe. Eine 1(schlechteste Note) sowie eine 7(beste Note). Die 1 war bei einer Stretching Übung, ich war so ungelenkig und war die Lachnummer der Stunde..dafür habe ich es den Chilenen beim 1000m zurückgezahlt und bin allen davon!!
An meinem ersten Wochenende habe ich erst mal die Stadt ein bisschen erkundet und bin dabei unter anderem auf den San Cristobal gestiegen, das ist ein kleiner Hügel (etwas größer als der Olympiaberg, sogar mit einer Gondelbahn zum hin und her fahren!) und bemerkt, dass Santiago echt eine schöne Stadt sein kann, siehe Photo! Ansonsten ist die Stadt nicht gerade die schönste, die ich gesehen habe, aber das machen die Leute zumindest bisher wieder absolut weg hier!
Momentan ist es auch noch ziemlich kalt! Die Studenten sitzen alle mit der dicken Winterjacke in den Vorlesungen, obwohl sie 5000$ für ein Semester hinlegen müssen!
In meinem Zimmer habe ich zumindest eine halbwegs funktionierende Heizung, wobei das meiste der Wärme wohl direkt nach draußen geht, von Isoliering hat man hier glaub ich noch nichs gehört!
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